Rolf Rieß: Politik und Freundschaft

Paul Rohrbach und Siegfried von Vegesack. Briefe und Essays von 1919 bis 1969
Band 7 der Reihe „Weißensteiner Miniaturen“

Hrsg. vom Förderverein Weißensteiner Burgkasten „Rettet das fressende Haus“, 2021, 192 S., 12,95 Euro, ISBN 978-3-941306-41-7

Siegfried von Vegesack und der Historiker Paul Rohrbach (1869–1956) waren durch ihre Wurzeln im Baltikum verbunden und hielten ihr Leben lang eine Briefkorrespondenz aufrecht. Rohrbach ist jedoch eine umstrittene Figur. Zeit seines Lebens grenzte er sich nicht eindeutig von Kolonialismus, Nationalsozialismus oder Rassismus ab. Der Band gibt eine Einführung zu Paul Rohrbach und sammelt Briefe Rohrbachs an Vegesack sowie Artikel und andere Texte der beiden Autoren.

12,95 €

Inhalt.

Dieser Band der „Weißensteiner Miniaturen“ befasst sich mit der Freundschaft Siegfried von Vegesacks (1888–1974) mit dem Publizisten Paul Rohrbach (1869–1956). Verbunden waren sie durch ihre Wurzeln im Baltikum, außerdem holte Rohrbach den jungen Vegesack in den Jahren 1915–1917 ans Auswärtige Amt in Berlin. Nach dem Umzug Siegfried von Vegesacks in den Bayerischen Wald hielten die beiden ihr Leben lang eine Briefkorrespondenz aufrecht.

Paul Rohrbach ist eine umstrittene Figur. Er versuchte die Ideen von Nationalismus und Christentum miteinander zu verbinden. Durch seine Reisen und seine Tätigkeit in deutschen Kolonialgebieten galt er Anfang des 20. Jahrhunderts als wichtige Stimme bei Auslandsfragen. Von Kolonialismus, Nationalsozialismus oder Rassismus grenzte er sich aber Zeit seines Lebens nie eindeutig ab.

Rolf Rieß gibt in diesem Band eine Einführung zu Leben und Forschung über Paul Rohrbach. Die Briefe Rohrbachs an Siegfried von Vegesack werden hier erstmals publiziert. Ergänzend sind im Text erwähnte Artikel der beiden Autoren sowie Auszüge aus Vegesacks Übersetzung von Gedichten aus Rohrbachs Armenienbuch im Anhang enthalten.

 

Rolf Rieß ist 1959 geboren. Er ist Historiker und Gymnasiallehrer und hat die Schriften von Ludwig Feuchtwanger und den Briefwechsel zwischen Siegfried von Vegesack und Rolf von Hoerschelmann herausgegeben; zudem diverse Veröffentlichungen zu Exilliteratur, Adalbert Stifter, Hans Watzlik u. a.
In der Reihe der „Weißensteiner Miniaturen“ erschienen von ihm bereits Band 1, der Briefwechsel zwischen Vegesack und dem Maler Alfred Kubin, und Band 3, Vegesacks Stellungnahme zur Büchner-Preis-Verleihung 1968 an Golo Mann.

 

Weißensteiner Miniaturen.

Die „Weißensteiner Miniaturen“ dokumentieren das Werk des Schriftstellers Siegfried von Vegesack und seiner ersten Frau Clara Nordström. Vegesack kaufte den Turm 1918 und lebte dort bis zu seinem Tod 1974. Die Reihe soll bisher unveröffentlichte Texte und Schätze aus dem Vereinsarchiv bekannt machen sowie das Leben im alten Burgturm, dem Fressenden Haus in Weißenstein bei Regen, vor Augen führen.

Herausgeber ist der Förderverein Weißensteiner Burgkasten, der 1982 unter der Leitung von Heinz Wölfl, dem späteren Bürgermeister und Landrat von Regen, zur „Rettung des fressenden Hauses“ gegründet wurde. Anliegen der Mitglieder ist es, den Turm als kulturellen Treffpunkt und als Begegnungsstätte von Künstlern, Schriftstellern, Musikern und Freunden zu erhalten, wie er es schon zu Vegesacks Zeiten war.

Band 6: Nepomuk auf der Brücke

Band 6: Nepomuk auf der Brücke

In diesem Band wird der letzte Roman Vegesacks erstmals veröffentlicht.

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Band 5: 100 Zeilen - das Mittwochsfeuilleton

Band 5: 100 Zeilen - das Mittwochsfeuilleton

In diesem Band sind einige dieser kurzweiligen Geschichten gesammelt, die Siegfried von Vegesack als "100 Zeilen" immer mittwochs an verschiedene Zeitungen schickte.

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Band 4: Tante Bella und der Luftschiffonkel

Band 4: Tante Bella und der Luftschiffonkel

Der Band enthält die Briefe von Gräfin Zeppelin an Siegfried von Vegesack. Die Frau des Luftschiffbauers war eine Tante des Schriftstellers.

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Band 3: Golo Mann und Siegfried von Vegesack

Band 3: Golo Mann und Siegfried von Vegesack

Die Verleihung des Georg-Büchner-Preises 1968 an Golo Mann (1909–1994) war von Tumulten begleitet. Siegfried von Vegesack mischte sich in die Debatte ein.

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Band 2: Mein Junge

Band 2: Mein Junge

Im Gedichtzyklus „Mein Junge“ versucht der Schriftsteller Siegfried von Vegesack den Tod seines Sohnes Gotthard im Zweiten Weltkrieg zu begreifen.

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Band 1: Alfred Kubin und Siegfried von Vegesack

Band 1: Alfred Kubin und Siegfried von Vegesack

Dieser Band dokumentiert den Briefwechsel zwischen dem Maler Alfred Kubin und dem Schriftsteller Siegfried von Vegesack.

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